Pflanzenheilkunde - Phytotherapie

Woher kommt Pflanzenheilkunde?

Die Pflanzenheilkunde ist eine der fünf Säulen der klassischen Naturheilkunde. Sie ist eine der frühesten Therapieverfahren und wurde einst als Kräuterheilkunde bezeichnet. Die Kräuterkunde hatte bereits in den ältesten Schriften der Welt einen hohen Stellenwert. In der Mythologie spricht man von einem uralten Vertrag zwischen Pflanzen und Menschen, in dem die Pflanzen als Nahrung und Heilmittel den Menschen unterstützen, während Mensch und Tier durch ihre Ausscheidungen wiederum die Pflanzen nähren.

 

Ist die Wirkung von Pflanzen nachweisbar?

Unsere Vorfahren suchten Heilpflanzen noch allein nach ihrem Aussehen, Geruch, Geschmack und Standort aus. Diese Fähigkeit nennt man Signaturlehre.
Heute kann man mit Hilfe von Chemie und Biologie viele Wirkungen erklären und nachweisen, die ursprünglich allein durch genaues Beobachten erkannt wurden und nutzt diese Erkenntnisse in der modernen Phytotherapie.

 

Warum gerade mit Pflanzen behandeln?

In der Naturheilpraxis ist die Pflanzenheilkunde deshalb ein so wichtiges Standbein, weil sie umfangreich einsetzbar und wirksam ist. So kann sie sowohl prophylaktisch, als auch therapeutisch, begleitend oder als Basistherapie genutzt werden. Pflanzendrogen wendet man bei akuten und chronischen, rezidivierenden (immer wieder auftretend) und progressiven (fortschreitend, sich verschlimmernd) Krankheiten an.

 

Wie läuft eine pflanzenheilkundliche Behandlung ab?

Einer phytotherapeutischen Behandlung geht stets eine ausführliche Anamnese voraus (ca. 1h), in der ich Dich nach Deinen Beschwerden befrage, um herauszufinden, welche Organsysteme Deines Körpers auf welche Art und Weise (pflanzliche) Unterstützung benötigen. Hilfreich sind dabei Photos Deiner Augen, die mir eine Irisdiagnose erlauben. Diese Bilder können bei mir in der Praxis gemacht werden.

In aller Regel verabreiche ich Phytotherapie in Form von Tees, in selteneren Fällen als Tinktur, Salbe oder Umschlag. Für ein Teerezept stelle ich eine Mischung von Pflanzenbestandteilen (beispielsweise Engelswurzel, Gänseblümchenblüten und Löwenzahnkraut) ganz individuell auf Dich abgestimmt zusammen, das Du dann selbstständig täglich zubereiten und zu Dir nehmen kannst. Ist eine Teemischung aufgebraucht (nach 4-6 Wochen), treffen wir uns zu einem neuen Termin, bei dem Du mir schilderst, welche Veränderungen Du bemerkt hast. Aufgrund dieser Informationen erstelle ich Dir ggf. ein neues Teerezept.

 

Warum Tee oder Tinktur? Warum keine pflanzlichen Tabletten aus der Apotheke oder Drogerie?

In fertigen pflanzlichen Tabletten sind keine ganzen Pflanzen oder ganze Pflanzenbestandteile (Wurzeln, Stengel, Blätter, Kraut, Blüten, Samen) enthalten, sondern standardisierte, zum Teil hochdosierte Inhaltsstoffe von Pflanzen. Diese zeigen mitunter eine ganz andere Wirkung und natürlich auch Nebenwirkung, als die Pflanzen oder Pflanzenbestandteile selber. Deshalb verwende ich fast ausschließlich ganze Pflanzen oder Pflanzenteile in einem Rezept.
 

Wie lange dauert eine pflanzenheilkundliche Behandlung bis man gesund ist?

Es ist nicht vorhersagbar, wie lange eine Phytotherapie dauert. Die Vielzahl der möglichen Krankheiten verdeutlicht das leicht. Es gibt Patienten mit leichten Befindlichkeitsstörungen, die mit 1-2 Rezepten zufrieden sind. Andere (z.B. Allergiepatienten) kommen in „der Saison“ regelmäßig und können dann lange pausieren. Chronisch Kranke nutzen die Phytotherapie mitunter lebenslang.

 

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